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Aus dem Leben von Karl Liebknecht

Karl Liebknecht wird am 13. August 1871 in Leipzig in der damaligen Braustraße 11 (heute Braustraße 15) geboren. Er ist der zweite von fünf Söhnen Wilhelm Liebknechts und dessen zweiter Ehefrau Natalie. Seine Taufpaten sind Karl Marx und Friedrich Engels.

1890 macht er an der Alten Nikolaischule in Leipzig sein Abitur und studiert von 1890 bis 1893 in Leipzig und Berlin Rechtswissenschaften und Kameralwissenschaften. Zusammen mit seinem Bruder Theodor eröffnet er 1899 in der Berliner Chausseestraße 121 eine Rechtsanwaltskanzlei.

Im Mai 1900 heiratet er Julia Paradies, mit der er zwei Söhne (Wilhelm und Robert Liebknecht) und eine Tochter (Vera) hat.

1900 wird Karl Liebknecht Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, 1902 sozialdemokratischer Stadtverordneter in Berlin. Dieses Mandat behält er bis 1913.

Er wird aktives Mitglied der Zweiten Internationale und zudem einer der Gründer der Sozialistischen Jugendinternationale. Für die Jugendarbeit der SPD veröffentlichte er 1907 die Schrift Militarismus und Antimilitarismus, für die er noch im selben Jahr wegen Hochverrats verurteilt wird.

Im Jahr 1908 wird er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, obwohl er noch nicht aus der Festung Glatz in Schlesien entlassen ist. Er gehört zu den ersten acht Sozialdemokraten überhaupt, die trotz des Dreiklassenwahlrechts Mitglied im Preußischen Landtag wurden. Dem Landesparlament gehört Liebknecht bis 1916 an.

Seine erste Frau Julia stirbt am 22. August 1911 nach einer Gallenoperation. Liebknecht heiratet im Oktober 1912 Sophie Ryss (1884–1964).

Im Januar 1912 zieht er als einer der jüngsten SPD-Abgeordneten in den Reichstag ein. Liebknecht gewinnt – nach zwei vergeblichen Anläufen 1903 und 1907 – den „Kaiserwahlkreis“ Potsdam-Spandau-Osthavelland, der bis dahin eine sichere Domäne der Deutschkonservativen Partei ist.

Am 2. Dezember 1914 lehnt er als erster und einziger Abgeordneter im Reichstag die Bewilligung weiterer Kriegskredite ab, nachdem er sich im August noch der Parteidisziplin unterworfen und der Bewilligung zugestimmt hatte.

Im März 1915 gibt Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg die Zeitschrift Internationale heraus, die nur einmal erscheint und sofort von den Behörden beschlagnahmt wird. Liebknecht wird an die Front einberufen, obwohl er eigentlich als Reichstagsabgeordneter politische Immunität genießt. Er erlebt als Armierungssoldat den Krieg an der West- und Ostfront.

Im Januar 1916 beginnen Liebknecht und Rosa Luxemburg mit der Herausgabe der von ihnen verfaßten "Spartakusbriefe". Liebknecht wird wegen seiner radikalen Kritik an der Fraktionsmehrheit aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion ausgeschlossen.

Am 1. Mai organisiert er eine Friedensdemonstration auf dem Potsdamer Platz in Berlin und wird dort festgenommen. Unter Verlust seines Reichstagsmandats wird er wegen Hochverrats zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. In der Berufungsinstanz wird die Strafe auf vier Jahre und einen Monat erhöht.

Am 23. Oktober 1918 wird er im Zuge einer allgemeinen Amnestie begnadigt und von seinen Anhängern in Berlin begeistert empfangen. Zusammen mit Luxemburg übernimmt er die Führung des Spartakusbundes und gibt dessen Zentralorgan, die "Rote Fahne", mit heraus. Am 9. November ruft er vom Balkon des Berliner Schlosses die "freie sozialistische Republik" aus.

Vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 Beteiligung an der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).

Am 15. Januar 1919 wird Karl Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützendivision verschleppt. Sie werden im Eden-Hotel verhört und mißhandelt. Anschließend wird Liebknecht im Tiergarten erschossen. Liebknecht wird am 25. Januar zusammen mit 31 weiteren Toten der Januartage beigesetzt.

Über die Schreibmaschine

Bei Karl Liebknechts Schreibmaschine handelt es sich um eine "Frister & Rossmann, Modell 4". Diese Serie wurde zwischen 1904 und 1910 in Berlin gefertigt. Das Modell ähnelt stark der mehr als zwanzig Jahre zuvor in den USA erschienen "Caligraph". So verfügt es über eine Volltastatur mit einzelnen Tasten für Groß- und Kleinbuchstaben, die vom Benutzer frei angeordnet werden können.

Die Typenhebel der Schreibmaschine schlagen das Farbband von unten kommend gegen die Walze, an die sich das Blatt Papier anschmiegt. Dieser so genannter "Unteraufschlag" bedeutet, das der Text während des Tippens nicht sichtbar ist und sich die aktuelle Schriftzeile nach Hochklappen der Walze kontrollieren lässt.

Die Originalschreibmaschine aus dem Besitz Karl Liebknechts befindet sich heute im Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig und wird als Dauerleihgabe in der Gedenkstätte im Liebknecht-Haus Leipzig (Braustraße 15) der Öffentlichkeit präsentiert.

Frister & Rossmann

Über die digitale Schreibmaschine

Die digitale Nachbildung einer historischen Schreibmaschine erscheint zunächst etwas merkwürdig. Wem nützt diese Nostalgie? Etwas verständlicher wird das Unterfangen vielleicht, wenn man das geschichtsträchtige Exponat als Ankerpunkt für eine Zeitreise in eine aus den Fugen geratene Vergangenheit ansieht – das Deutsche Reich vor 100 Jahren, zu Beginn des ersten Weltkrieges. Technologisch und gesellschaftlich lassen sich viele Unterschiede zwischen heute und damals ausmachen, doch auch zahlreiche Gemeinsamkeiten erkennen. Sehr plastisch kann man sich Karl Liebknecht im Spätherbst 1914 vorstellen, vor ihm ein leeres Blatt Papier und die Tastatur seiner Frister & Rossmann, beim verzweifelten Versuch, Verbündete gegen die Kriegskredite zu mobilisieren.

Um diesen Brückenschlag zu ermöglichen, wurde die Bedienung der digitalen Schreibmaschine so authentisch wie möglich gestaltet – was sie aus heutiger Sicht sicher etwas gewöhnungsbedürftig macht: Es existiert kein "Umschalthebel" für Groß- und Kleinschreibung. Drücken Sie daher die weiße Taste z um ein kleines z und die schwarze Taste Z um ein großes Z aufs virtuelle Papier zu bringen. Haben Sie sich vertippt, können sie mit den Typenaufschlag um eine Position zurückstellen. Da Korrekturfolien und -flüssigkeiten 100 Jahren noch nicht erfunden waren, bleibt dabei auch in der digitalen Version der zuvor eingegebene Buchstabe erhalten. Überschreiben Sie ihn einfach mehrmals mit dem korrekten Zeichen – oder mit einem "X". Für einen manuellen Zeilenumbruch können Sie mit dem Walzenrad Return sorgen!

Damit das Schreiben auch längerer Texte nicht unnötig schwer fällt, wurde auf das authentische Element des "blinden" Tippens verzichtet. Auf dem digitalen Papier können Sie Ihren Text Buchstabe für Buchstabe sehen. Sie können neben der Eingabe über die Maus oder einen Touchscreen auch die physische Tastatur Ihres PCs oder Notebooks verwenden.

Diese Webseite verwendet aktuelle Web-Technologien, mit deren Hilfe es möglich ist eine Vielzahl von Gerätetypen und Betriebssystemen zu unterstützen. Linux-PCs, Tablet-Computer, Geräte, die mit iOS oder Android laufen: All diese Systeme können verwendet werden – eine aktuelle und standardkonforme Web-Browserversionen vorausgesetzt. Dabei werden Ihre getippten Texte zu keinem Zeitpunkt an den Webserver übertragen. Sie verbleiben auch bei einem Export als Bild auf Ihrem Endgerät. Bis Sie sich entscheiden die Bilddatei zu teilen, per E-Mail zu versenden oder zu drucken.

Wählen Sie den Menüpunkt "Beispieltext" an, werden die Tastenanschläge automatisch vorgenommen und es erscheint – Zeichen für Zeichen – der Anfang von Liebknechts symbolträchtiger Reichstagsrede vom 2. Dezember 1914, die er nur zu Protokoll geben konnte. Der Präsident lehnte die Aufnahme der Rede in den stenographischen Bericht allerdings mit der Begründung ab, dass in ihr Äußerungen enthalten seien, "die, wenn sie im Hause gemacht wären, Ordnungsrufe nach sich gezogen haben würden".

Die SpenderInnen

Ohne die großzügige Unterstützung der folgenden SpenderInnen wäre dieses Projekt nicht zustandegekommen! Zur Finanziereung werden weiterhin dringend Spenden benötigt. Es sind noch zahlreiche T a s t e n zu haben! Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme an

DIE LINKE. Leipzig, Braustraße 15
Telefon: 0341/140 644 11
E-Mail: vorstand@die-linke-in-leipzig.de
  • V Volker Külow
  • 7 Sven Roemling
  • K Karsten Kietz
  • R Christiane Reymann
  • E Eulenspiegel Verlagsgruppe
  • U Ursula Münch
  • G Ursula Münch
  • H Margitta Hollick
  • A Meigl Hoffmann
  • S Steffen Soult
  • O Meigl Hoffmann
  • p Dietmar Pellmann
  • N Roter Stern Leipzig
  • B Benjamin Weinkauf
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